Lage:
Brand in einer Elektroverteilung im Kindergarten. Starke Verrauchung im Keller. Eine Person stürzte beim flüchten aus dem Gebäude und verletzte sich.
Maßnahmen:
Die verletzte Person wurde durch Feuerwehrangehörige bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut.
Der Angriffstrupp des ersten Fahrzeugs rüstete sich mit Atemschutzgeräten aus und startete sofort mit der Erkundung. Der Brand war bereits mit Hilfe eines Feuerlöschers gelöscht worden. Allerdings war der gesamte Kellerbereich sehr stark verqualmt, Ursache dafür waren die verschmorten Kunststoffteile in und um die Elektroverteilung. Um eine Ausbreitung des Rauches in die oberen Geschosse zu verhindern, wurde eine Überdruckbelüftung aufgebaut. Mit zwei Hochleistungslüftern und einer durch den Angriffstrupp geschaffenen Abluftöffnung in den betroffenen Räumen konnte ein Großteil des Kellers belüftet und entraucht werden. Bei der anschließenden Begehung der Örtlichkeit wurde festgestellt, dass der Keller, der als Luftschutzanlage gebaut wurde, sehr verwinkelt war und noch mehrere Räume stark verqualmt waren. Um diese ebenfalls zu entrauchen musste der Angriffstrupp durch einen Kriechgang zu einer Ausstiegsluke vordringen und diese von innen öffnen. Da der Öffnungsmechanismus schon einige Jahre nicht mehr bedient wurde, stellte sich dies als sehr schwierig heraus. Mit Hilfe der Einsatzkräfte im Freien konnte die Luke schließlich geöffnet und dadurch eine ideale Abluftöffnung geschaffen werden. Mit des in der Zwischenzeit nachgeorderten dritten Lüfters konnten dann letztendlich alle Kellerräume belüftet werden.
Zur Wiederaufnahme des Betriebs der Kindertagesstätte muss eine externe Stelle die eventuell noch vorhandene Luftverschmutzung in den Aufenthaltsräumen bestimmen.
Bilder:
Im Einsatz waren:
LB 1: TLF 16/TH, LF 8/6, TLF 16/25, GW-Öl, ELF
LB 2: HLF 16/16, MTF
Wehrführer mit ELW (1/11)
Kommando der PI Köllertal
RTW aus Heusweiler und das Rote Kreuz OV Riegelsberg