Ausbildung

Feuerwehr Riegelsberg für schwere Unfälle gerüstet

27. August 2010 um 18:00 | von Sascha Kausch | Kategorie: Ausbildung

Seminar zur patientenschonenden Rettung durchgeführt

Bei der Feuerwehr Riegelsberg fand bereits zum zweiten Mal ein Seminar zum Thema „Patientenorientierte technische Rettung bei Verkehrsunfällen“ statt. Aus gegebenem Anlass des Saarbahnunfalles Mitte August im Russenweg mit einem Schwerverletzten, berichtet die Riegelsberger Wehr über ihre regelmäßige und zeitintensive Ausbildung in der Unfallrettung.

Insgesamt 25 Teilnehmer der Feuerwehren Riegelsberg, Walpershofen, Völklingen und Saarbrücken-Klarenthal nahmen an dieser achtstündigen Weiterbildungsmaßnahme der Firma Weber-Hydraulik teil.

Nach der Begrüßung durch den Wehrführer der Feuerwehr Riegelsberg, Gerhard Kaiser, starteten die AusbilderJörg Heck und Frank Gutjahr mit dem theoretischen Unterricht.

Dieser untergliederte sich in die Teile „Standard-Einsatzregeln“ und „Moderne Fahrzeugtechnologien“. Im ersten Teil wurden Einsatzabläufe, die bereits seit Jahren bei einem Einsatz „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ praktiziert werden, weiter vertieft sowie aktuelle Neuerungen im Bereich der Rettungs- und Schneidetechniken vermittelt.

Besonderes Augenmerk richteten die Ausbilder im zweiten Teil des theoretischen Unterrichts auf die heutigen Fahrzeuggenerationen. Verstärkte Sicherheitsfahrgastzellen, Airbags, Seitenaufprallschutz und Gurtstraffer bieten größeren Schutz für die Fahrzeuginsassen, erfordern aber seitens der Feuerwehr auch speziellere Maßnahmen zur Rettung der verunfallten Personen als früher.

Bei neueren Fahrzeugen wird das Aufschneiden nach Unfällen schwieriger. Zudem kann es vorkommen, dass das vorhandene Rettungsgerät der Feuerwehr für die stabileren Fahrgastzellen von der Leistungsfähigkeit her nicht mehr ausreichend sind. Bei der  Feuerwehr in Riegelsberg ist dies aber nicht der Fall, hier können die Wehrkräfte auf moderne Rettungsgeräte zurückgreifen.

Am Nachmittag wurden drei Unfallsituationen durch die Ausbilder realitätsnah aufgebaut: ein auf dem Dach liegendes Fahrzeug, ein umgestürzter PKW und ein Frontalaufprall.

„Jedes verunfallte Fahrzeug muss vor dem Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät zunächst gesichert und stabilisiert werden“, erläutert Jörg Heck vom Ausbilderteam der Fa. Weber-Hydraulik.

Die verschiedensten Möglichkeiten hierzu wurden umfangreich durchgeführt und ausprobiert.

Im Anschluss wurden die Möglichkeiten der „Sichtungsöffnung“, die Versorgungsöffnung zur Behandlung des Patienten durch den Rettungsdienst und die Befreiungsöffnung zur Rettung der verunfallten Insassen aufgezeigt und angewendet.

Hierzu stand den Teilnehmern umfangreiches und modernes hydraulisches Rettungsgerät der Fa. Weber-Hydraulik zur Verfügung.

Auch im medizinischen Bereich kann die Feuerwehr Riegelsberg in beiden Löschbezirken auf ausgebildetes Fachpersonal und medizinisches Hilfsmaterial bei Not- und Unfällen zurückgreifen. Denn neben der Standardausbildung „Feuerwehrsanitäter“ haben einige Kameraden die Ausbildung zum Rettungssanitäter und zum Rettungsassistenten absolviert, was eine noch bessere Notfallversorgung von Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und des Notarztes gewährleistet.

Einteilung der Teilnehmer in Gruppen.
Einteilung der Teilnehmer in Gruppen.Modernste Rettungsgeräte der Firma Weber Hydraulik stand den Teilnehmern zur Verfügung. Unter Anleitung erfahrener Ausbilder wurde an den Fahrzeugen die richtige Schneidtechnik geübt.Mit dem hydraulischen Spreizer lassen sich verklemmte oder deformierte Türen öffnen oder Wrackteile wegdrücken.Rettungsöffnung durch den Kofferraum.Arbeiten mit dem Teleskop-Rettungszylinder.Auch die Handhabung mit der 2o Kilogramm schweren hydraulischen Rettungsschere muss regelmäßig geübt werden.Die Teilnehmer und Ausbilder nach Abschluss des Lehrganges.

Fotos: Feuerwehr Riegelsberg



Feuerwehren wurden im Türen öffnen geschult

31. März 2010 um 19:30 | von Sascha Kausch | Kategorie: Ausbildung


Spezielles Türöffnungsseminar bei der Feuerwehr Riegelsberg

Am letzten Märzwochenende veranstaltete die Feuerwehr Riegelsberg in Zusammenarbeit mit der Firma „Türöffnungsseminar Hofheim“ eine Schulung zum notfallmäßigen Öffnen von Türen, Schlössern und Fenster.

Da die Feuerwehren immer häufiger zum schnellen Öffnen von Wohnungstüren bei Notfällen oder in Gefahrensituationen von Polizei und Rettungsdiensten alarmiert werden, müssen sich auch die Kräfte der Feuerwehr in diesem speziellen Fachbereich aus-, fort- bzw. weiterbilden. Denn auch die Sicherheitstechnik von Türen und Schlösser werden immer komplexer.

„Türen lassen sich heute so ohne weiteres nicht mehr öffnen, dort muss spezielle Technik angewendet werden, die auch keine größeren Schäden anrichtet“, so Alexander Wohmann, Seminarleiter und Erfinder des Türöffnungsseminars.

Neben den zerstörenden Öffnungstechniken wurden auch zerstörungsfreie Techniken vorgeführt und später im Praxisteil durch die Teilnehmer intensiv geübt. Ebenso wurde „spezielles Know How“ vermittelt.

Noch passender ging es nicht: Während des Seminars wurde der Löschbezirk Riegelsberg zu einer „Türöffnung“ alarmiert. Laut Alarmdepesche konnte eine gestürzte Person in ihrer Notlage die Wohnungstüre für die Rettungskräfte nicht selbstständig öffnen, so dass die Feuerwehr gerufen wurde. Die angerückte Wehr brauchte aber nicht mehr eingreifen, da die Tür bereits durch einen Nachbarn geöffnet wurde.

Um anderen saarländischen Feuerwehren ebenfalls die Teilnahme an diesem Seminar zu ermöglichen, wurden mehrere Wehren informiert. Das Interesse  an diesem Thema war groß. So konnten neben den Wehren aus Riegelsberg und Walpershofen, auch Sulzbach, Saarlouis-Innenstadt, Heusweiler, Völklingen, Bergweiler und Schiffweiler an diesem Seminar teilnehmen und ihr Wissen erweitern. Neben dem Erfahrungsaustausch mit anderen Wehren konnten sich die Teilnehmer zudem über eine sinnvolle Ausrüstungsergänzung beraten lassen.

siehe auch: “Feuerwehr Riegelsberg jetzt fit im Türen öffnen”

Medien:

Artikel Saarbrücker Zeitung vom 01./02. April 2010

Seminarleiter Alexander Wohmann zeigt die richtige Technik zum Türenöffnen. Türöffnung ist Teamarbeit.Verschiedene Stationen waren in der Fahrzeughalle der Feuerwache aufgebaut.Teilnehmer verschiedener Wehren aus dem Saarland besuchten das Türöffnungsseminar in Riegelsberg.

Fotos: Feuerwehr / Kausch



Eingeklemmte Person schonend befreit

30. Juni 2009 um 13:15 | von Sascha Kausch | Kategorie: Ausbildung

Im Rahmen des diesjährigen Sommerfestes des Löschbezirkes Walpershofen veranstalteten die Kameraden aus Riegelsberg eine Schauübung.

Angenommene Lage der Übung: Eine PKW-Fahrerin war durch Unachtsamkeit von der Straße abgekommen und kollidierte mit einem Findling. Dabei verletzte sie sich schwer und wurde zudem in ihrem Fahrzeug eingeklemmt.

Durch den Löschbezirk Riegelsberg wurde die verunfallte Fahrerin schonend aus dem Unfallfahrzeug befreit sowie während den Rettungsarbeiten durch medizinisches Personal von Feuerwehr und Rotem Kreuz stabilisiert und betreut.

Die Bevölkerung konnte sich bei dieser fachlich und kompetent durchgeführten  Übung über den  guten Ausbildungsstand der Riegelsberger Wehr informieren.

Um den Übungsablauf besser zu verfolgen, wurden die einzelnen Übungsabschnitte für die Zuschauer kommentiert.

Der verunfallte PKW.
Der verunfallte PKW.Helfer von DRK und Feuerwehr führen erste medizinische Maßnahmen durch.Einweisung durch den Gruppenführer.Die Tür wird mit dem hydraulischen Spreizer entfernt.Der Dach wird mit der Schere abgetrennt.Vorbereitende Maßnahmen zur Verletztenrettung.Über das Rettungsbrett wird die Patientin schonend aus dem PKW gehoben.Die Person ist nun befreit und wird zur weiteren medizinischen Versorgung an den Rettungsdienst übergeben.

Fotos: Feuerwehr / Balbier



Eingebrochene Person am Oweiher – zum Glück nur Übung

16. Januar 2009 um 19:00 | von Sascha Kausch | Kategorie: Ausbildung

Aus aktuellem Anlaß führten die Wehrkräfte des Löschbezirkes Walpershofen eine nicht ungefährliche Eisrettungsübung am zugefrorenen Oweiher durch. Unterstützt wurden die Kameraden durch die Drehleiter aus Riegelsberg, die die Ausleuchtung der Übungsstelle übernahmen.

Auf die Sicherheit der Übungsteilnehmer wurde natürlich großen Wert gelegt: sie wurden mit automatischen Rettungswesten ausgerüstet sowie zusätzlich mit einer Feuerwehrleine gesichert.

Die eingebrochene Person (Übungspuppe) bekam vom Übungsleiter am Ufer Instruktionen, wie sie sich im Wasser zu verhalten habe. Währendessen näherte sich ein Feuerwehrmann dem Eingebrochenen mit einer Steckleiter, diese dient zum einen der Gewichtsverteilung auf dem Eis sowie dem schnelleren Vorankommen der Rettungskraft. An der Einbruchstelle wird nun der Havarist durch den Wehrmann auf die Steckleiter gezogen und von den am Ufer stehenden Kräften zurückgezogen.

Im Realfall würde die eingebrochene, unterkühlte Person nun durch den Rettungsdienst versorgt und ein Transport in die Klinik veranlasst.

Link: Verhaltenstipps der Feuerwehr beim Einbrechen in Eis

Zuerst erfolgte eine Einweisung der Teilnehmer durch den Übungsleiter.
Zuerst erfolgte eine Einweisung der Teilnehmer durch den Übungsleiter.Die Übungsteilnehmer wurden zum Schutz mit speziellen Rettungswesten ausgestattet. Die Beleuchtung der Örtlichkeit erfolgte durch die Riegelsberger Drehleiter.Mit den einfachsten Hilfsmitteln ist eine Rettung eingebrochener Menschen möglich.Das Retten einer Person ist sehr kräftezehrend.Der Retter auf dem Eis ist mit Leinen am Ufer gesichertDurch Scheinwerfer am Korb konnte die Übungsstelle großflächig ausgeleuchtet werden.



Truppführerausbildung bei der Feuerwehr Riegelsberg erfolgreich beendet

12. September 2008 um 12:30 | von Sascha Kausch | Kategorie: Ausbildung

Auf Ebene des Regionalverbandes Saarbrücken fand an fünf Samstagen die 35-stündige Ausbildung zum Truppführer in Theorie und Praxis statt.

Die Ausbildung zum Truppführer ist erforderlich, um Verantwortung in einem Trupp zu übernehmen sowie Voraussetzung um an weiterführenden Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule (Bsp. Gruppenführer, Ausbilderlehrgänge u.a.) teilnehmen zu können.

Ausbilder verschiedener Wehren im Regionalverband referierten über Themen wie Gefahren der Einsatzstelle, Brandsicherheitswachen, Fahrzeugkunde, Rechtsgrundlagen, Technische Hilfe und Brandbekämpfung sowie über ABC-Gefahrstoffe und die Dekontamination von Personen.

Um komplexere Themen wie Technische Hilfeleistung, Patientengerechte Rettung aus PKW und die Brandbekämpfung besser zu veranschaulichen, wurden diese Themen zusätzlich praktisch durchgeführt und geübt.

Zum realitätsnahen Darstellen der Ausbildungsabschnitte Brandbekämpfung, Löscheinsatz und Retten von Personen aus Gebäuden wurden diese Übungen am Trümmerhaus an der Landesfeuerwehrschule in Saarbrücken durchgeführt.

Am letzten Samstag fand dann in der Feuerwache Riegelsberg für alle Teilnehmer des Lehrganges eine theoretische Prüfung statt. Nach einem sehr schmackhaften Mittagessen, zubereitet durch die Küchencrew des Löschbezirkes Riegelsberg, standen auch die Prüfungsergebnisse fest – jeder Teilnehmer hatte bestanden und konnte seine Urkunde in Empfang nehmen.

So gibt es ab sofort in den Feuerwehren Heusweiler (3), Sulzbach (4) und Riegelsberg (16) neue Truppführer bzw. Truppführerinnen.

Durch diesen Lehrgang konnte der gute Ausbildungsstand der Feuerwehr Riegelsberg weiter maßgeblich verbessert werden.

Nochmals herzlichen Dank an alle Ausbilder und unterstützenden Helfer dieses Lehrganges !

Die Ausbildung erfolgte gemäß der FwDV 2



Atemschutzübungsstrecke September 2008

8. September 2008 um 09:20 | von Tobias Lana | Kategorie: Ausbildung

Am vergangenen Samstag stand für 8 Atemschutzgeräteträger der Wehr der jährliche Pflichtbesuch der Atemschutzstrecke auf dem Programm. Hierbei greift die Wehr auf die Übungsstrecke der Berufsfeuerwehr Saarbrücken zurück.

Bei dieser Übung müssen die Feuerwehrkameraden eine Leistung von 80kJ erbringen. Um dies zu erreichen stehen verschiedene Übungen zur Auswahl welche mit angelegtem Atemschutzgerät absolviert werden müssen.

  • eine Endlosleiter (5m entsprechen 5kJ)
  • ein Laufband für zügiges Gehen (50m entsprechen 5kJ)
  • die Übungsstrecke (ein Durchgang entspricht 35kJ)

Vor, während und nach der Übung werden Blutdruck, Puls und Luftvorrat eines jeden Geräteträgers durch geschultes Personal der Berufsfeuerwehr überwacht und in einen persönlichen Überwachungsbogen eingepflegt.

Bilderstrecke Atemschutzübungsstrecke 09.2008

Um für einen Atemschutzeinsatz tauglich zu sein müssen mehrere Faktoren erfüllt sein, neben der einmaligen Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger [Bericht] müssen jährlich diverse Aus- und Fortbildungsveranstaltungen besucht werden.

  • 1x pro Jahr muss jeder Atemschutzgeräteträger eine Belastungsübung in einer Atemschutzübungsanlage absolvieren
  • 1x pro Jahr muss der Feuerwehrangehörige an einer Atemschutzeinsatzübung teilnehmen oder alternativ in einem Einsatz ein Atemschutzgerät tragen
  • und 1x pro Jahr muss an einer theoretischen Unterweisung zum Thema Atemschutz teilgenommen werden
  • zudem wird jeder Atemschutzgeräteträger spätestens alle 3 Jahre einer arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung nach G26.3 unterzogen

Vorschrift für Feuerwehren zum Thema Atemschutz: FwDV 7